Berlin liegt beim Potenzial für Büroausstattung vorne
Die regionalen Potenziale für Büroausstattung unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland erheblich. Mit über 4,4 Prozent des deutschlandweiten Absatzpotenzials für Büroausstattung belegt Berlin Platz 1 im Ranking. Das zeigt die jüngste GfK-Studie Büroausstattungspotenziale 2012, die auf Basis der Daten der amtlichen und gewerblichen regionalen Statistiken erhoben wurde.
Allein die vier Ballungsräume Berlin, Frankfurt, München und Hamburg verfügen über knapp 15 Prozent des Gesamtpotenzials im Büroartikelmarkt, so die GfK GeoMarketing, einer der größten europäischen Anbieter von GeoMarketing-Lösungen. Die Platzierung blieb im Vergleich zur Studie von 2010 nahezu identisch. Nur Dresden rutschte auf 12 ab, während München den Sprung auf Platz 10 schaffte.
Auch wenn Berlin im Gesamtranking vorne liegt, mit einem Büromöbelanteil von 3,2 Prozent am deutschlandweiten Absatzpotenzial landete die Hauptstadt allerdings nur auf Platz 3, während sie in allen anderen Bereichen wie PC, Drucker, Netzwerk, Multifunktionsgeräte, Software und Internetdienste das Rennen machte. Die hauptstädtischen Büros liegen zudem in den Segmenten Projektoren/Beamer und Telekommunikation ganz vorne, wo sie einen Gesamtmarktanteil von fast 5 Prozent abdecken.
Die Studie belegt überdies einen seit Jahren anhaltenden Trend der Urbanisierung. Immer mehr junge Menschen zieht es in Ballungsräume, vor allem die Altersgruppe der 18- bis 30-jährigen. Inzwischen leben über 16 Prozent der deutschen Bevölkerung in Städten mit mehr als einer halben Millionen Einwohner. Diese Entwicklung wird sich in den nächsten Jahren verschärfen, da die Zentren einer wissensbasierten Ökonomie naturgemäß größere Städte sind. Dabei sind es nicht allein die Aussichten auf attraktive Universitäten oder eine gute Ausbildung, die junge Menschen in die Stadt ziehen, vor allem die Attraktivität der Städte als Wohn- und Lebensraum mit ihrem breiten kulturellen Angebot führt zu einer signifikanten Veränderung der Wanderungsbilanz von Land und Stadt.
Die Urbanisierung spiegelt sich folglich auch im Gesamtpotenzial des Büroartikelmarktes wider. In nur 87 der insgesamt 11.329 Gemeinden konzentriert sich mehr als die Hälfte des deutschen Büroartikelmarktes. Es steht zu vermuten, dass sich diese Konzentration in den nächsten fortsetzen wird, weil alleine die Abnahme des Erwerbspersonen bis Ende 2030 zwischen 10 bis 20 Prozent zu einer weiteren Verschärfung zwischen ländlichen Raum und Stadt führen dürfte.





