Stirbt der feste Arbeitsplatz aus?

Über 40 Prozent der Entscheider in Unternehmen der DACH-Region gehen von einem stetigen Rückgang starrer Arbeitsplatzkonzepte aus, während mobile Arbeitsplätze und innovative Arbeitsplatzkonzepte wie Co-Working auf dem Vormarsch sind. Das ist das Ergebnis einer Crisp Research-Studie, die das IT-Research- und Beratungsunternehmen im Auftrag von Citrix in Deutschland, der Schweiz und Österreich durchgeführt hat.

Der Trend ist eindeutig. Immer mehr Menschen wollen freier und flexibler, aber auch weniger arbeiten, um Beruf und Familie vereinbaren zu können. Familienfreundlichkeit ist deshalb für die Mehrheit der Beschäftigten in Deutschland von großer Bedeutung hinsichtlich ihres persönlichen Wohlbefindens. 91 Prozent sagen laut der aktuellen 361° A.T. Kearney-Familienstudie „Vereinbarkeit wagen!“, dass eine gute Vereinbarkeit dieser beiden Welten von hoher Bedeutung sei. Allerdings befürchten ein Viertel der Männer und ein Drittel der Frauen, dass bei Inanspruchnahme familienfreundlicher Leistungen die zukünftige Karriere im Unternehmen gefährdet sei, sie anschließend mit inhaltlich weniger attraktiven Aufgaben beauftragt oder dass ihre beruflichen Leistungen von Vorgesetzten schlechter wahrgenommen werden.

Wohlbefinden steigert Leistung
Bestätigt werden die Ergebnisse von der im September veröffentlichten „Glücksumfrage“. Das Sozialforschungsinstitut TNS Emnid, das 2.000 Personen im Alter zwischen 25 und 55 Jahren im gesamten Bundesgebiet befragte, ergab, dass 53 Prozent der Eltern momentan „sehr glücklich“ oder „glücklich“, aber Eltern von kleinen und schulpflichtigen Kindern mit ihrem Leben glücklicher sind als Personen, die keine Kinder haben (41 Prozent). Dass Glück oder das persönliche Wohlbefinden die Arbeitsleistung steigert, darüber dürften jedenfalls kaum Zweifel bestehen. Zufriedene Mitarbeiter sind pragmatischer, fallen seltener aus, aber vor allem sind sie engagierter bei der Arbeit, verstehen sich besser mit Kollegen und Kunden und verdienen ein höheres Gehalt. Der britische Ökonom Andrew Oswald und seine Co-Autoren konnten diese plausiblen Annahmen in verschiedenen Studien im Labor empirisch nachweisen. Dabei wurden zwei Gruppen gebildet, die eine in eine eher traurige, die andere in eine heitere Stimmung versetzt. Ihr Ergebnis: Die glücklich gestimmten Teilnehmer waren in der anschließenden Arbeitsphase um durchschnittlich 12 Prozent produktiver. Eine weitere Studie wies diesen Zusammenhang mittels ökonometrischer Verfahren auf gesamtwirtlicher Ebene von 20 Ländern nach. Danach können Deutschland, Frankreich und Polen die Produktivität und Effizienz um durchschnittlich zwischen 3,5 bis 4 Prozent steigern. Für den Erfolg bei der Mitarbeiterproduktivität spielen also nicht in erster Linie „Extravaganzen“ eine Rolle, sondern elementare Bedürfnisse.

IT ist Treiber, Büromöbel müssen folgen
Ein Hebel, um das Wohlbefinden von Arbeitnehmern zu steigern, dürfte also die Flexibilisierung der Arbeit sein. 67 Prozent sehen genau darin eine große Chance, um Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen. Nach wie vor verbringen wir aber einen großen Teil unserer Zeit im Büro. Crisp Research machte fünf Mega-Trends aus, die uns noch Jahre beschäftigen werden und die Arbeitsweise in Unternehmen radikal in Frage und sie vor große Herausforderungen hinsichtlich neuer Arbeitsplatz- und Mobilitätskonzepte stellen werden. Treibender Motor dieser Revolution ist die Digitalisierung, wie das Beispiel iPhone zeigt. Es hat den Lebensstil völlig neu geprägt. Kein Zweifel lässt die Studie allerdings daran, dass eine moderne IT-Ausstattung für die Unternehmen die tragende Säule ihrer neuen Arbeitsplatz- und Mobilitätsstrategie ist. Bei der Frage nach dem unmittelbaren Zusammenhang zwischen der strategischen Entwicklung und Trends mit der Ausgestaltung der eigenen Arbeitsplatz- und Mobilitätskonzepte, gaben 46 Prozent an, dass mobile Endgeräte, Technologien und Cloud-Services einen maßgeblichen Einfluss auf die Arbeitswelt besäßen. Vor allem die jüngere Generation, die tendenziell neuen Entwicklungen eher offener gegenüber steht, sieht darin auch einen maßgeblichen Beweggrund, um Teamwork und Work-Life-Balance zu fördern. 40 Prozent glauben deshalb auch, dass das Homeoffice-Konzept und mobiles Arbeiten weiter leicht zunehmen wird; 7 Prozent sind sogar der Ansicht, diese Arbeitsmodelle nehmen stark zu. Neue Technologien geben also den Takt bei der modernen Ausgestaltung der Arbeitsumgebung vor. Darauf wird sich die Büromöbelbranche einstellen müssen – wenn sie es nicht schon längst getan hat. Denn erst an zweiter Stelle spielen Fragen wie Individualisierbarkeit des Arbeitsplatzes, Design, hochwertige und ergonomische Büromöbel und eine vielseitige Umgebung eine Rolle. Die Studie, glauben die Autoren, zeige deutlich auf, dass der feste, stationäre Arbeitsplatz mit standardisierter und wenig flexibler optischer und digitaler Ausgestaltung vor dem Aussterben stehe. Offensichtlich ergeht es ihm nun wie den Dörfern, die schon seit Jahren vor der Alternative stehen, sich dem Schicksal zu ergeben, oder neue Konzepte zu bieten, um wieder attraktiv zu werden.

 

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Die Themen Teamwork und Work-Life-Balance stehen bei jüngeren Unternehmen als Beweggrund ganz weit oben, wenn es um Fragen der Ausgestaltung neuer Arbeitsplatzkonzepte geht. Beides wird von der heutigen, gut ausgebildeten Generation allerdings immer stärker angemahnt und vorausgesetzt, wenn sie sich für einen Job entscheiden. Um als Arbeitgeber attraktiv zu bleiben, ist es also mehr denn je notwendig, ein Büroklima und eine Arbeitsumgebung zu bieten, der diesen Wandel strukturell wie organisatorisch aufgreift. Einen Beitrag dazu leistet das Mittelzonenkonzept NET.WORK.PLACE, das für mehr Bewegungsfreiheit, mehr Kommunikation und mehr Offenheit steht. NET.WORK.PLACE ist ein hochmodulares Systemmöbel, das genau auf die Bedürfnisse moderner Arbeitswelten und der Digital Natives ausgerichtet ist.