Stress am Arbeitsplatz fördert Infektionskrankheiten

Stress am Arbeitsplatz begünstigt offenbar Krankheiten wie Erkältungen, grippale Infekte oder Magen-Darm-Entzündungen. Das legt eine niederländische Studie an mehr als 8.000 Beschäftigten in verschiedenen Unternehmen nahe.

Arbeitnehmer, denen ihr Job viel abverlangt, litten zwanzig Prozent häufiger an Erkältungen als Beschäftigte mit weniger belastenden Arbeitsplätzen, fanden die Wissenschaftler um Danielle Mohren von der Universität in Maastricht heraus. Ungünstig wirkte sich auch eine Unsicherheit des Arbeitsplatzes aus, beispielsweise wenn Umstrukturierungen im Unternehmen bevorstanden.

Auch Erschöpfung ist ein deutlicher Risikofaktor für Infekte, ergab die Untersuchung: Angestellte, die unter dem so genannten Burnout-Syndrom leiden, entwickeln doppelt so häufig eine Magen-Darm-Entzündung wie weniger ausgelaugte Kollegen. Wie zu erwarten blieben weniger motivierte Mitarbeiter bei einer Infektionskrankheit eher der Arbeit fern als Beschäftigte, die mit ihrem Job zufrieden waren.

Die Mediziner hatten die Versuchsteilnehmer über drei Jahre hinweg beobachtet. Unter anderem erfragten sie mithilfe ausführlicher Fragebögen das Auftreten von Infektionskrankheiten und die Arbeitsbedingungen der Teilnehmer.