VR Bank Schwalm-Eder: Mehr Diskretion garantiert

Mehr Raum für Beraterplätze auf bestehender Fläche, aber keinen Eingriff in die Bausubstanz – mit dieser Vorgabe entwickelte der Objekteinrichter PARTNER Manufaktur ein Konzept, das auf die Stärken einer Raum-in-Raum-Lösung setzt.

Seit das Vertrauen in staatliche und private Finanzinstitutionen im Zuge der globalen Finanzkrise litt, finden Genossenschaftsbanken einen immer größer werdenden Zuspruch. Sie punkten mit einem Wert, von dem Psychologen, Manager, Trendforscher oder Unternehmensberater sagen, dass er die neue soziale Währung ist: ob in der Realwirtschaft, im Bankgewerbe oder im zwischenmenschlichen Bereich. Mehr noch. Vertrauen ist zudem ein Produktivfaktor, der erst Wachstum möglich macht. Wer vertraut, so die Annahme, blickt zuversichtlich in die Zukunft – und investiert.

Vertrauen ist bares Geld
Mitte März 2014 legte der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) das Zahlenwerk für 2013 vor. Erneut bauten die 1.078 deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken, Sparda-Banken, PSD Banken und genossenschaftlichen Sonderinstitute ihre Mitgliederbasis aus. 17,7 Millionen Menschen waren 2013 Mitglied einer genossenschaftlichen Bank. Seit Beginn der Finanzkrise 2007 sind das über 1,6 Millionen Mitglieder mehr. „Einmal mehr stellen die deutschen Genossenschaftsbanken die Nachhaltigkeit ihres Wirtschaftens unter Beweis und wachsen im Kredit- und Einlagengeschäft stärker als der Markt. Bester Ausdruck für das Vertrauen der Bevölkerung in das genossenschaftliche Geschäftsmodell ist der starke und seit Jahren anhaltende Mitgliederzulauf“, erklärte denn auch Uwe Fröhlich, Präsident des BVR, die gute Performance der Gruppe. Gute Noten gab’s obendrein Anfang April von der Ratingagentur Fitch für die Finanzgruppe.
Das neue Selbstbewusstsein der Genossenschafts-Banker zeigt sich inzwischen auch in ihrem Auftritt. Die VR Bank Schwalm-Eder etwa, die 2013 auf ihr 150-jähriges Bestehen zurückblickte, nimmt für sich nichts Geringeres in Anspruch als „Die Bank fürs Leben“ zu sein. Die positive Resonanz auf das Jubiläum als auch eine Kundenbefragung ermunterte die Bank, sich als „zeitgemäße und vertrauenswürdige Bank“ zu positionieren. Vorbei die Zeiten, als „grundsolide“ noch als altbacken galt – was sich auch in den Ergebnissen der VR Bank Schwalm-Eder widerspiegelt. Allein die Zahl der Mitglieder nahm 2012 um über 1000 auf 20.331 zu. Als im selben Jahr das Internationale Jahr der Genossenschaften begangen wurde, pries Angela Merkel die Genossenschaft als Organisationsmodell der Zukunft, das „ökonomische, soziale und ökologische Ziele verbindet.“

Sicherung der Zukunft
Ausruhen auf den Lorbeeren von allerhöchster Stelle wollte sich die VR Bank Schwalm-Eder allerdings nicht. Und dass die vermeintlich konservativen Genossenschaftsbanker durchaus rechnen können und dabei auch die Zukunft im Blick haben, ohne ihre Kunden  aus dem Auge zu verlieren, zeigten sie beim Umbau ihrer Niederlassung in Melsungen. „Der Trend“, sagt Dirk Fischbach, kaufmännischer Projektleiter beim Objekteinrichter PARTNER Manufaktur in Arnsberg, „geht auch bei Regionalbanken zu Flächenreduktion und einer wirtschaftlicheren Nutzung des Raums.“ Das Unternehmen versteht sich als Fullservice-Dienstleister, das von der Planung bis zur Umsetzung alles aus einer Hand anbietet. Seit  Anfang 2013 agiert die PARTNER Manufaktur am Markt mit dem Tätigkeitsschwerpunkt im Um- und Neubau von Banken und Sparkassen. Im Mai vergangenen Jahres fiel die Entscheidung bei der VR Bank, die auf mehrere Standorte verteilte Beratungskompetenz zu konzentrieren und die Flächenwirtschaftlichkeit der Niederlassung in der Rotenburger Straße bei laufendem Betrieb zu optimieren. „Die zentrale Vorgabe der VR Bank war“, ergänzt Elmar Hoffmann, Geschäftsführer des mit der Gesamtkonzeption beauftragten Objekteinrichters, „auf 240 Quadratmeter eine harmonische Synthese aus funktionalen, ästhetischen, klimatischen wie raumakustischen Anforderungen zu schaffen, ohne dass wir bei der Schaffung zusätzlicher Beraterplätze irgendeinen Eingriff in die Decke vornehmen, was nur die Kosten in die Höhe getrieben hätte.“ Die PARTNER Manufaktur entschied sich für das autarke wie intelligente Raum-in-Raumsystem von König + Neurath, das sowohl größtmögliche Transparenz, aber auch ein Maximum an Schalldichtigkeit bietet. Insgesamt vier Think Tanks installierte der Objekteinrichter, drei für vertrauliche Gespräche, einen als Servicemodul. „Das Klimamodul wurde in die Decke der Think Tanks integriert, während die Technik im Tiefgeschoss platziert ist“, betont Elmar Hoffmann. Die Steuerung der Be- und Entlüftung sowie der Kühlung erfolgt durch die Tragelemente, die Medienintegration über die Böden der mit dem red dot prämierten Think Tanks. Integrierte Deckenleuchten sorgen für eine wohltuende und gleichmäßige Ausleuchtung. Das Wandsystem HORIZONTE mit Schiebetür, ebenfalls von König + Neurath, trennt zudem den SB-Bereich vom Berater- und Back Office-Bereich. Eine Lounge im Wartebereich trägt zur attraktiven Atmosphäre der neuen Räume bei.
Alle Raum-in-Raum-Systeme sind von drei Seiten verglast und  bieten dennoch einen optimalen Schallschutz für vertrauliche Gespräche. „Die Standards an die Planung eines solchen Objektes“, weiß Elmar Hoffmann aus langjähriger Praxiserfahrung zu berichten, „sind immens und betreffen nicht nur die sensiblen Arbeitsabläufe, sondern auch Aspekte, die von Behörden, Versicherern und der Berufsgenossenschaft Kassen gestellt werden.“ Die Umsetzung ist dem Büro gelungen, denn alle Mitarbeiter der VR-Bank zeigen sich mit dem Ergebnis rundum zufrieden. Der Weg für die weitere Zukunft ist also freigemacht und er ist ein Gewinn wohl für alle – Kunden, Mitglieder und nicht zuletzt für die „Genossenschaftsbanker“ selbst.